Die „Schnellstrecke“ IJsselmeer
Auf dieser Seite findet Ihr die Boots- und Tourangaben mit einer Karte, eine Reisebeschreibung nebst Fotos sowie ganz am Ende unsere persönlichen Empfehlungen.
Schiffsname: Aqua Stella
Länge: 13,30 Meter
Vercharterer: Aqualux
Heimathafen: Irnsum
Gesamtstrecke: ca. 320 km
Freitag: Irnsum -> Lemmer (30 km)
Samstag: Lemmer -> Elburg (73 km)
Sonntag: Elburg -> Blokzijl (50 km)
Montag: Blokzijl -> Kampen (58 km)
Mittwoch: Kampen -> Sleat (63 km)
Donnerstag: Sleat -> Irnsum (46 km)

Immer Richtung Süden
Dieser Törn mit 5 Personen auf einer geräumigen Yacht von Aqualux war geprägt von schnellen Törns, denn auch wenn das Wetter für einen mehrtägigen Aufenthalt auf der anderen Seite des IJsselmeers zu unbeständig war, so konnten wir dieses zum schnellen Überwinden großer Strecken nutzen. Zum Auftakt fuhren wir bereits nach dem Bezug unserer schiffbaren Unterkunft die erste Tour von Irnsum nach Lemmer. Und weil man uns sagte, Freitag sei Pizzatag, nahmen wir unser erstes Abendessen in dem netten italienischen Restaurant „Lenna Lemmer“ an der Sylroede ein.
Am Samstag fuhren wir dann über die schnelle Route, das IJsselmeer, in Richtung Elburg, einem kleinen Städtchen am Drontermeer, welches wir noch nicht kannten. Doch zuvor kam die Idee für einen Zwischenstopp in Urk. Diese verwarfen wir dann aber schnell, als wir im Hafen feststellten, dass aufgrund eines Hafenfestes ausschließlich „Päckchenliegen“ möglich wäre. So ging es gleich wieder hinaus auf’s IJsselmeer und dann immer Richtung Süden.
Elburg enttäuschte unsere Erwartung nicht. Wir fanden hier wieder einmal ein sehr schönes aufgeräumtes niederländisches Städtchen mit netten Lokalen. Zu Abend aßen wir im zentral gelegenen „De Elburger“ und beendeten unseren Stadtbesuch mit einem Cocktail im „De Herberg“ am Jachthaven Elburg. Der etwas längere Fußweg zu unserem Boot führte uns vorbei an den Yachtbauunternehmen, da wir nur beim Jachtcenter Elburg B.V. noch einen passenden Platz für unser Boot fanden. Positiv ergab es sich für uns aber, dass das dortige Büro am Abend bereits geschlossen hatte und auch am nächsten Morgen entgegen der angegebenen Öffnungszeiten niemand anzutreffen war. Denn dadurch hatten wir „gebührenfrei“ einen sicheren Platz inklusive Landstrom für die Nacht.
Aufgrund unserer tollen Erfahrung mit dem Grand Café Prins Mauritshuis in Blokzjil, war das unser nächstes Ziel, um auch unseren Mitreisenden ein köstliches Abendessen zu präsentieren. Unsere entsprechende Empfehlung dazu ist im Reisebericht „Marker Wadden entdeckt“ zu finden. Aus Erfahrung wussten wir, dass die Öffnung der Vollenhoferbrug telefonisch erbeten werden muss. Und so erledigten wir das bereits vor unserem Eintreffen dort. Nach einer Portion Eis und der Ortsbegehung von Blokzjil beschlossen wir den Abend mit dem erwarteten leckeren Essen.
Am nächsten Tag fuhren wir noch einmal über Vollenhove zurück, weil wir uns gerne die Stadt Zwolle anschauen wollten. Doch leider konnten wir nicht in den Stadthaven von Zwolle einfahren, weil wir mit einer Durchfahrtshöhe von 4,60 m zu hoch waren, um unter der Fußgängerbrücke hindurch zu kommen. Auch der Versuch in der Marina Hanze Zwolle unterzukommen scheiterte, weil dort Passanten ohne feste Liegeplätze nicht willkommen geheißen wurden. So entschlossen wir uns stattdessen weiter nach Kampen zu fahren.
Bei unserer Ankunft in Kampen mussten wir feststellen, dass beide Bereiche des Buitenhaven voll besetzt waren. Aber wir entdeckten auf unserer weiteren Suche nach einem Liegeplatz den WSV Kampen IJsselmuiden vor der Bahnstation Kampen. Hier trafen wir auf einen sehr netten und hilfsbereiten Hafenmeister und fanden einen Platz für die kommenden zwei Nächte. Denn wenn schon nicht in Zwolle, so wollten wir uns einen Shopping-Tag doch nicht entgehen lassen. Und wie wir am nächsten Tag festellten, ist die Oudestraat ein Paradies für alle Inneneinrichter und Dekorateure.
Und zurück – immer Richtung Norden
Als letztes Ziel auf dieser Tour wollten wir unseren Mitreisenden noch die kleinste Stadt der Niederlande zeigen – das romantische Sleat/Sloten. Und um hier nicht erst am Abend anzukommen, nahmen wir für die Fahrt nach Norden wieder die „Schnellstrecke“ IJsselmeer. Doch leider kam es infolge eines großflächigen Ausfall das Stromnetzes dann doch zu einer Verzögerung, weil die Schleuse bei Lemmer außer Betrieb war. Doch nach etwa eineinhalb Stunden Wartezeit konnten wir unsere Fahrt fortsetzen und erreichten gegen 18:00 Uhr Sleat.
Nach einem gemütlichen Spaziergang rund um den Ort fanden wir uns anschließend im Restaurant De Zeven Wouden ein, wo wir uns wieder über ein gutes Abendessen freuen konnten.
Auf der abschließenden Rückfahrt zu unserem Heimathafen in Irnsum legten wir in Grou noch einen Zwischenstopp ein. Hier entdeckten wir auf der Halbertsmaplein einen Fischwagen. Und dem frisch zubereiteten Kibbeling konnte niemand von uns wiederstehen – ein gelungener Abschluss für einen erholsamen und entschleunigenden Bootsurlaub.
Der Urlaub in Bilder













































Unsere Empfehlungen
Elburg: Hansestadt am Veluwemeer
Elburg ist wunderschön gelegen an dem Veluwemeer in der Nähe des neuen Polders „Oostelijk Flevoland“. Es liegt zwischen Zwolle und Harderwijk und ist eine der sehenswertesten, alten Städte der Niederlande. Elburg hat eine reiche Geschichte, viele grüne und naturreiche Fleckchen und bietet viele Sehenswürdigkeiten. Sie ist eine alte Fischerstadt, die früher an der Zuiderzee lag und viele Details dort erinnern an diese Zeit. Die Stadt ist von prächtigen Wällen, fischreichen Grachten und den Überresten der Stadtmauern umringt und wenn Sie durch die Straßen und Gassen laufen, spüren Sie die Atmosphäre des Mittelalters. Einen Eindruck, wie es früher dort war, gibt das Heimatmuseum Elburg, das im 1418 errichteten Agnetenkloster untergebracht ist.
Das auffälligste in Elburg ist das „Vischpoort“, ein altehrwürdiges Stadttor aus dem 15. Jahrhundert, das in der Nähe des Hafens zum Schutz der Einwohner errichtet wurde und inzwischen als malerischer Eingang in die Altstadt dient. Genau wie die alte Festung aus dem 14. Jahrhundert, von der zum Glück noch einiges erhalten ist. In den Jahren 1392 bis 1396 wurde die Stadt in ihrer heutigen Form gebaut. Ein Rechteck von 370 x 240 Metern mit geraden Straßen und Gässchen, sowie einem Verteidigungssystem, denn wie Sie merken werden, ist die gesamte Stadt von einem Wassergraben umringt. Tipp: Unternehmen Sie unbedingt eine Bootsfahrt im Fischkutter.
https://www.das-andere-holland.de/entdecken/hansestadte/hansestadt-elburg-alte-fischerstadt
Yachthafen WSV IJsselmuiden
Der Yachthafen WSV IJsselmuiden liegt an der IJssel in der Nähe der Stadtbrücke von Kampen. Von diesem gemütlichen Clubhafen aus können Sie sowohl flussaufwärts als auch flussabwärts schöne Natur und Städte besuchen.
Auf der IJssel, in der Nähe von Kampen, können Sie zum Beispiel zum IJsselmeer, Ganzendiep, Kattendiep oder Ketelmeer segeln. Sie finden den Hafen südlich der Stadsbrug am Zwolseweg.
Der Hafen verfügt über etwa 80 Liegeplätze, von denen einige für Passanten zugänglich sind. Das Gelände ist eingezäunt, und neben sanitären Einrichtungen gibt es auch einen Abfallcontainer. Verschiedene Restaurants und Geschäfte in IJsselmuiden oder Kampen sind zu Fuß zu erreichen.
https://wsvijsselmuiden.nl