Auf den Spuren der Berufsschifffahrt
Auf dieser Seite findet Ihr die Boots- und Tourangaben mit einer Karte, eine Reisebeschreibung nebst Fotos sowie ganz am Ende unsere persönlichen Empfehlungen.
Schiffsname: Jacoba
Länge: 14,9 Meter
Vercharterer: De Driesprong Yachtcharter
Heimathafen: Langelille
Gesamtstrecke: ca. 464 km
Freitag: Langelille –> Lemmer (17 km)
Sonntag: Lemmer –> Hattem (75 km)
Montag: Hattem –> Doesburg (72 km)
Dienstag: Doesburg –> Rijn en Lek (67 km)
Freitag: Rijn en Lek –> Naarden (81 km)
Samstag: Naarden –> Kampen (89 km)
Sonntag: Kampen -> Langelille (63 km)

6 Provinzen mit Highlights
Dieser 10-tägige Törn führte uns durch 6 Provinzen der Niederlande. Start- und Endpunkt der Tour war Langelille in Friesland. Bereits am Tag der Anreise fuhren wir die ersten 17 Kilometer nach Lemmer, von wo aus wir am Samstag auf das IJsselmeer fahren wollten. Doch hier machte uns gleich das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn die auftretende Windstärke von 4 bis 5 machte eine IJsselmeertour unmöglich. Also verbrachten wir diesen Tag in Lemmer und nutzen ihn, für einen ausgiebigen Stadtrundgang. Da trotz Corona viele Geschäfte geöffnet hatten, konnten wir neben unserem Einkauf auch noch an einem Imbissstand eine Portion Kibbeling genießen. Und auf dem Rückweg gönnten wir uns noch ein Eis und bewunderten die schönen Boote, die entlang des Kanals in Lemmer festgemacht hatten.
Am Sonntag konnten wir dann durch die Prinzess Margrietsluis auf das IJsselmeer. Dabei führte uns die Tagestour durch die Provinz Flevoland über das Ketelmeer direkt in die IJssel. Durch den sonntäglichen Wassersport kam es zu einem ersten kleinen Highlight. Denn als ein Jetskifahrer seinen Spaß mit unseren Heckwellen hatte, machte ich davon einige Fotos. Daraufhin fuhr er neben unser Boot und begleitete uns ein Stück, um mir seine Mobilnummer zu geben und zu bitten, ihm doch meine Fotos per WhatsApp zukommen zu lassen, was ich auch gerne gemacht habe. Nach 75 Kilometer endete unsere Fahrt im Yachthafen von Hattem. Auch hier nutzten wir die Zeit, um uns diesen malerischen Ort genauer anzuschauen.
Weiter ging es dann am Montag die IJssel stromaufwärts durch die Provinz Gelderland. Wir waren doch sehr überrascht, dass wir auf der Strecke eher selten auf Berufsschifffahrt trafen. Und so endete ein ruhiger Tag nach 72 Kilometer in Doesburg. Im Yachthafen war das Buchungssystem ausgefallen und der Hafenmeister glänzte mit Abwesenheit. Somit gab es für unser Boot hier weder frisches Wasser noch Strom, was bei dieser 15-Meter-Yacht mit ihrem 750 Liter Frischwassertank zum Glück kein Problem darstellte. Und wir lernten durch diesen Umstand ein sehr nettes Pärchen kennen, die gerade ihre Linssen-Yacht nach einer Reparatur nach Hause brachten. Sie gaben uns ihre Mobilnummer, um anrufen zu können, wenn wir von unserem Stadtspaziergang zurückkamen, damit sie uns das Tor zum Yachthafen öffnen konnten. Sonst wären wir nicht auf das Gelände und somit unser Boot gekommen.
Auf der Tagestour am Dienstag fuhren wir nach der IJsselmündung stromabwärts in den Nederrjin. Auch hier trafen wir nur selten auf Berufsschifffahrt. Allerdings konnten wir viele Flussschiffe bestaunen, die in Arnhem festgemacht hatten. Darunter auch die „Blue Rhapsody“, auf der das letztjährige Casting zu DSDS durchgeführt wurde. Bis zu unserem Ziel, dem Sportboothafen Rijn en Lek, legten wir 67 Kilometer zurück und waren nun in der Provinz Zuid Holland. Ein sehr langer Marsch zum Einkaufen und durch den Ort Wijk bij Duurstede führte zu einem Bandscheibenvorfall und dadurch bedingt zu einer mehrtägigen Unterbrechung. Um aber das Boot pünktlich im Heimathafen abgeben zu können, musste dieses Problem schnell gelöst werden.
Faktor körperliche Fitness
Wir lagen nun im Sportboothafen Rijn en Lek mit Erlaubnis des Hafenmeisters am Meldesteiger, ohne Chance auf eine Weiterfahrt. Telefonisch konnten wir einen Arzt kontaktieren, der per E-Mail ein Rezept für ein Schmerzmittel an eine Apotheke schickte, welches am Nachmittag abgeholt werden konnte. Doch die Frage, wie wir das Boot wieder in den Heimathafen bringen konnten, blieb noch offen. Einige Telefonate und WhatsApp-Nachrichten brachten dann die Lösung: Meine Schwester/Schwägerin hatte die Idee, unseren Sohn mit dem Auto zu uns zu bringen, der dann helfen könnte. Und glücklicherweise konnte er das auch einplanen. So hatten wir dann für die Nacht von Donnerstag auf Freitag zwei weitere Übernachtungsgäste an Bord der Jacoba, wobei Bianca uns am Freitagmorgen verließ und Marco mit uns auf Tour ging. Jetzt galt es, zwei weitere verlorene Tage aufzufangen.
Die zwei wichtigsten Knoten hatte unser Sohn schnell gelernt und auch ein Grundverständnis für das Führen eines Bootes entwickelte sich bei ihm schnell. Zum Glück, denn schon nach kurzer Fahrt mussten wir durch eine weitere Schleuse, die uns in den Amsterdam-Rijnkanaal führte. Entsprechend gut konnten wir diese erste Prüfung meistern. Auf der jetzt folgenden Strecke begegneten wir häufig anderen Schiffen, die auch oft für stärkeren Wellengang sorgten. Diese Tour führte uns durch die Provinzen Utrecht und Nord Holland. Am späten Nachmittag schafften wir sogar noch die Schleuse bei Amsterdam zum Markermeer, so dass wir gegen 18:30 Uhr sicher im Yachthafen von Naarden festmachten. Ortsbesichtigungen konnten nun leider keine mehr stattfinden.
Einen schönen und ruhigen Törn hatten wir dann am Samstag, als wir unterhalb der Provinz Flevoland fuhren. Hier trafen wir auf einige Sportboote und am Ufer immer wieder auf kleine und idyllische Ferienorte. Zwei Schleusen mussten auf dieser Strecke bewältigt werden, was wir dank der Unterstützung unseres Sohnes mit Bravour schafften. Bereits um 17:00 Uhr erreichten wir nach 89 Kilometern die Stadt Kampen, wo wir im alten Buitenhaven die Nacht verbrachten.
Die letzte Etappe führte uns am Sonntag wieder durch die Provinz Friesland. Durch schmale Kanäle und entlang kleiner Ortschaften fuhren wir dem Heimathafen in Langelille entgegen. In der Zwischenzeit war Marco, unser Sohn, so fit im Umgang mit dem Boot geworden, dass selbst die zwei kleinen Schleusen, die wir heute durchfuhren, keinerlei Problem darstellten. Auch zeitlich lief alles wie am Schnürchen und wir erreichten nach den letzten 63 Kilometern gegen 16:30 Uhr den Heimathafen. Dank einer teilweise wiedererlangten Bewegungsfähigkeit, fuhren wir nun mit dem Auto nach Echtenerbrug, in der Hoffnung auf eine Portion Kibbeling. Doch leider fanden wir hier keinen passenden Imbiss. Also ging es mit dem Auto weiter nach Lemmer, wo wir fündig wurden und mit diesem Imbiss unsere Flusstour zum Abschluss krönen konnten. Und am Ende kommen wir zu der Erkenntnis: Körperliche Fitness ist bei einer Bootstour unabdingbar!
Unser Urlaub in Bilder




































































Unsere Empfehlungen
Lemmer

Lemmer ist ein niederländischer Ort am Rande des IJsselmeers mit 10.355 Einwohnern. Er gehört zur Gemeinde De Friese Meren. Lemmer ist einer von Frieslands bedeutendsten Wassersportorten und hat eine Zentrumsfunktion für den Süden der Provinz Friesland. Lemmer liegt im Lemsterland – einem wasserreichen Gebiet mit vielen Seen – neben dem IJsselmeer zum Beispiel noch Tjeukemeer und Groote Brekken. Diese sind für viele Formen von Wasser- und Angelsport geeignet.
Eislaufen ist in Lemmer Volkssport. Wenn sich strenge Fröste ankündigen, werden große Parkplätze geflutet und bilden dann – zusammen mit den zugefrorenen Grachten – große Eislaufbahnen. Auch Segeln ist in Lemmer Volkssport, mit vielen Segelschulen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Lemmer)
Hattem
Hattem ist 800 Jahre alt, mit herrlichen Baudenkmälern. Sie sollten hier auf keinen Fall die St. Andreaskerk verpassen. In dieser romanischen Kirche, deren Grundmauern bereits im 12. Jahrhundert errichtet wurden, finden Sie nach wie vor zahlreiche Elemente aus früher Zeit, darunter ein besonderes Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert. Darüber hinaus zählen das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert und das Stadttor ‚Dijkpoort‘ zu den Ikonen dieses charmanten Städtchens.
Neben einzigartigen Gebäuden bietet Hattem nicht weniger als 3 Museen. Im Voerman Museum erfahren Sie alles über die frühere Geschichte. Das Anton Pieck Museum entführt Sie in die märchenhafte Welt von Anton Pieck, vor allem bekannt vom Themenpark Efteling. Im Bakkerijmuseum spazieren Sie durch die Geschichte von Brot und Backen. Auch sehr unterhaltsam für Kinder.
Neben den herrlichen historischen Bauwerken und Gebäuden und den kulturellen Highlights bietet Hattem eine herrliche Umgebung. Hattem ist auf der Veluwe gelegen, wo Sie herrlich Wandern und Radfahren können, beispielsweise über das Landgut von Schloss Molecaten. Außerdem finden Sie hier einen Aussichtsturm mit herrlichem Ausblick über die Umgebung.
(https://www.holland.com/de/tourist/reiseziele/provinzen/gelderland/hattem-1-3.htm)
Doesburg
Doesburg ist vor allem bekannt als Senfstadt. Viele zehntausende Touristen besuchen jährlich das Senfmuseum und die Senffabrik. Hier wird immer noch auf handwerklicher Weise nach einem jahrhundertealten Rezept Senf hergestellt. Aber die Stadt hat noch mehr interessante Sehenswürdigkeiten. Entdecken Sie es selbst auf Ihrer Reise in die Hansestadt Doesburg!
Wenn man über die IJsselbrücke in die Stadt hineinfährt, hat man das Gefühl, in die Zeit der Hanse zurückversetzt zu werden. Es gibt nur wenige Städte im anderen Holland, die so gut erhalten geblieben sind wie diese alte Hansestadt. Der mittelalterliche Straßenplan ist noch völlig unversehrt. Auch stehen in der Innenstadt sage und schreibe 150 Gebäude unter Denkmalschutz. Sie erzählen von Doesburgs reicher Vergangenheit. Die Stadt erhielt schon 60 Jahre vor Amsterdam, im Jahre 1237, Stadtrechte. Und auf diese Tatsache ist man stolz in Doesburg. Doesburg ist immer noch eine selbstständige Gemeinde. Auf kulturellem Gebiet hat Doesburg den Gästen viel zu bieten. Es gibt eine große Anzahl von Galerien und Kunsthandlungen in der Stadt. und in der Martinikirche finden regelmäßig Konzerte statt.
(https://www.das-andere-holland.de/entdecken/hansestadte/hansestadt-doesburg-nicht-nur-senf)