Bootstour der Gegensätze
Auf dieser Seite findet Ihr die Boots- und Tourangaben mit einer Karte, eine Reisebeschreibung nebst Fotos sowie ganz am Ende unsere persönlichen Empfehlungen.
Schiffsname: Sóley
Länge: 12,85 Meter
Vercharterer: Sanzi Yacht Charter
Heimathafen: Sneek
Gesamtstrecke: ca. 500 km
Samstag: Sneek –> Stavoren (34 km)
Sonntag: Stavoren –> Hoorn (45 km)
Montag: Hoorn –> Haarlem (66 km)
Dienstag: Haarlem –> Kaagbrug (23 km)
Mittwoch: Kaagbrug –> Haarlem (40 km)
Donnerstag: Haarlem –> Amsterdam (25 km)
Samstag: Amsterdam –> Harderwijk (63 km)
Sonntag: Harderwijk –> Zwartsluis (62 km)
Montag: Zwartsluis –> Urk (38 km)
Dienstag: Urk –> Lemmer (34 km)
Mittwoch: Lemmer –> Wijde Ee (38 km)
Donnerstag: Wijde Ee –> Sneek (25 km)

Start mit Hindernissen
Im Mai 2022 verbrachten wir erstmalig 2 Wochen zu viert auf einem Motorboot. Die 12,85 Meter lange Linssen Grand Sturdy 40AC bot genug Raum, damit sich jeder wohl fühlen konnte. Aufgrund der Wettervorhersage starteten wir unsere Tour am Samstag, 21.05.22, einen Tag später als geplant, von Sneek nach Stavoren, da wir erst am Sonntag bei nur schwachem Wind auf das IJsselmeer fahren konnten. So konnten wir einen schönen Nachmittag in Stavoren, der ältesten der elf friesischen Städte, genießen.
Am Sonntag ging es dann bei ruhigem Wetter auf das IJsselmeer zu einer Überfahrt nach Enkhuizen, wo wir durch die Schleuse in das Markermeer kamen. Hier folgten wir dem Küstenverlauf bis nach Hoorn, wo wir unsere dritte Nacht verbrachten. Hoorn beeindruckte durch seine vielen historischen Baudenkmäler und schiefen Gebäude, durch die man den Eindruck bekommen könnte, die Stadt mit den weltschlechtesten Architekten gefunden zu haben.
Am Montag fuhren wir weiter mit dem Ziel, zwei Tage unserer Tour in Den Haag zu verbringen. Planmäßig verließen wir das Markermeer über die Schleuse Amsterdam-Schellingwoude, vorbei an Amsterdam, dann nach Süden in die Spaarne. Unser Tagestörn endete im nördlichen Teil Haarlems, welcher nicht sonderlich attraktiv war. Allerdings sollten wir noch das Zentrum Haarlems kennenlernen, welches die Berichte über diese Stadt mit ihrem mittelalterlichen Charme bestätigte.
Ursprünglich wollten wir am Dienstag von Haarlem aus Den Haag erreichen, doch neben den vielen Hebebrücken auf der Strecke machte uns die länger andauernde Reparatur einer solchen einen Strich durch die Rechnung. Wir schafften zeitlich die vermeintlich letzte Durchfahrt durch die Kaagbrug nicht und verbrachten die Nacht am Warteanleger davor. Zu spät bemerkten wir, dass diese Brücke dann außerordentlich noch einmal geöffnet wurde. Und wie einfach sich der Mast unserer Linssen-Yacht umlegen ließ und wir so hätten unter der geschlossenen Brücke hätten durchfahren können, fanden wir erst am Folgetag heraus.
Unser Vorhaben, am Mittwoch nun Den Haag zu erreichen, gaben wir in Leiden endgültig auf. Denn hier verhinderte eine für unbestimmte Zeit andauernde Reparatur der Wilhelminabrug unsere Weiterfahrt. Also machten wir kehrt und fuhren wieder zurück bis nach Haarlem, wo wir mit dem Wissen der Durchfahrt vom Dienstag im Zentrum festmachten. Die vielen Anleger, die hier die Spaarne säumen, boten den idealen Ausgangspunkt, das Stadtzentrum näher zu erkunden. So lernten wir diese kleine Stadt als sehr gemütlich und keinesfalls überlaufen kennen.
Städtischer Trubel in der Reisemitte
Am Donnerstag konnten wir wieder die geplante Route aufnehmen und nach einem kleinen Törn von etwa 25 Kilometer in den Sixhaven in Amsterdam einlaufen. Nach einem ersten Stadtrundgang genossen wir den Abend bei einer Candle-Light-Grachtenfahrt mit Wein, Käse und Gebäck. Den Folgetag verbrachten wir im Trubel der zu dieser Zeit sehr belebten Stadt und mussten leider feststellen, dass geplante Museumsbesuche ohne vorherige Online-Buchung nicht möglich waren. Allerdings waren wir auch alle froh, als wir am späten Nachmittag wieder an Bord unseres Bootes gingen und das hektische Treiben der Stadt hinter uns lassen konnten. Den abendlichen Abschluss bildete ein Essen in dem nepalesischem Restaurant „Mount Everest Tandoori“, welches wir sehr empfehlen können.
Einen Tag früher als geplant verließen wir Amsterdam, denn niemand von uns hatte Lust, sich noch einmal der Lärm und der Hektik dieser Stadt auszusetzen. Aufgrund von etwas stärkerem Wind befuhren wir anstelle des Marker- und IJsselmeeres das Gooimeer im Süden. Hier erreichten wir nach etwa 63 Kilometer Harderwijk, wo wir wie in Haarlem erstmalig die Nacht verbrachten. In diesem sehr hübschen und beschaulichen Städtchen kehrten wir zum Abendessen in der „Brasserie De Bank“ ein, wo wir trotz voller Belegung an einem Samstagabend sehr zuvorkommend bedient wurden und nach etwa 30 Minuten Wartezeit an der Theke auch einen Tisch bekamen. Dieses Lokal können wir jedem wärmstens empfehlen!
Am Sonntag fuhren wir sehr entspannt wieder über 60 Kilometer bis nach Zwartsluis, welches uns für die Tour empfohlen wurde. Doch wer Hoorn, Lemmer und Sneek kennt, kann hier meiner Meinung nach nur enttäuscht sein. Wenigstens blieben uns für die Folgenacht die Hafengebühren erspart, denn mangels freier Anleger konnten wir nur ohne Landstrom an der Spundwand des Hafens am Stichting Recreatiecentrum festmachen.
Am Montag erreichten wir nach knappen 40 Kilometer das schöne Städtchen Urk, eine ehemalige Insel, die heute die älteste und kleinste Gemeinde in der niederländischen Provinz Flevoland darstellt. Nach ein wenig Shopping und einem Rundgang beschlossen wir den Tag mit Kibbeling in einem Lokal direkt am Hafen.
Der Törn ging nun in seine Endphase. Noch einmal durchfuhren wir am Dienstag dazu das IJsselmeer, um über die Prinses Margrietsluis im Jachthaven Lemmer Binnen für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch fest zu machen. Lemmer ist für uns immer der ideale Ort für Einkäufe, denn der zu Fuß gut erreichbare „Jumbo“-Markt bietet so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Im Beachclub Lemmer aßen wir zu Abend und genossen zum letzten Mal in diesem Urlaub die Aussicht auf das IJsselmeer.
„Stille Nacht“ am Reiseende
Bevor wir am Donnerstag wieder in den Heimathafen einliefen, wollten wir eine „stille“ Nacht an einem Naturanleger genießen. Hierzu hatten wir uns die Inseln im Wijde Ee bei Grou ausgewählt. Kurz zuvor legten wir noch einen Stop im Hotel Oostergoo in Grou ein, um dort den Kaffee und frischen Apple Pie zu probieren. Am Abend war dann grillen am Naturanleger angesagt und einem gemütlichen Abend an Bord mit herrlichem Blick auf den See. Und in der Nacht wurde dieser Bootsurlaub noch mit dem Anblick von leuchtenden Nachtwolken gekrönt.
Zum Abschluss dieser großartigen 2 Wochen fuhren wir noch durch den Nationalpark „De Alde Feanen“ und kehrten nach etwa 500 zurückgelegten Gesamtkilometer zu unserem Vercharterer in Sneek zurück. In Sneek wurden wir dann noch beim Abendessen mit Live-Musik eines kleinen Festivals unterhalten.
Unsere allgemeine Feststellung nach 14 Tagen an Bord dieses komfortablen Bootes:
Es dürfen auch gerne noch mehr Wochen sein!
Der Urlaub in Bilder

























































Unsere Empfehlungen
Mount Everest Tandoori
Typische indische und nepalesische Currys, Tandoori-Gerichte und Momo-Teigtaschen in hellem, modernem Ambiente. Das bietet dieses Restaurant in Amsterdam Nord, 15 Minuten Fußweg vom Sixhaven.
Die Tandoori-Gerichte werden in einem traditionellen Tandoori-Ofen zubereitet. Diese Garmethode gewährleistet einen authentischen Geschmack und ist für die indische Küche unverzichtbar. Im Tandoori werden unter anderem indische Gerichte wie Tandoori-Hühnchen, Tikka-Hühnchen und Brote wie Tandoori-Roti und Naan-Brot zubereitet. Tandoori wurde während der islamischen Herrschaft in Südasien populär. In Indien ist das Tandoori auch als Bhatti bekannt. Der Stamm der Bhatti in der Wüste Thar im Nordwesten Indiens und in Ostpakistan entwickelte das Bhatti in ihrer Wüstenheimat und erhielt so den Namen Bhatti.
https://mteveresttandoori.nl
Brasserie De Bank
In Harderwijk hat sich die Brasserie De Bank einen überraschenden kulinarischen Platz erobert. Die Atmosphäre ist geprägt von Wärme, Offenheit, viel Licht und viel Platz. In der offenen Küche können die Gäste den Köchen bei der Arbeit zusehen.
Die Brasserie De Bank in der Smeepoortstraat ist der Treffpunkt, an dem sich jeder zu jeder Tageszeit willkommen fühlt. Für eine Tasse Kaffee mit hausgemachtem Kuchen oder einem Stück Torte, für ein entspanntes Mittagessen, für gemütliche Drinks und um am Abend köstliche saisonale Gerichte zu genießen. Jung und Alt fühlen sich hier zu Hause. Machen Sie es sich an einem Tisch gemütlich und lesen Sie die Zeitungen am großen Lesetisch, plaudern Sie fröhlich an der langen Bar oder arbeiten Sie dank des kostenlosen Wi-Fi an Ihrem Laptop.
https://www.brasseriedebank.nl/nl/