Die Provinz Groningen entdecken

Auf dieser Seite findet Ihr die Boots- und Tourangaben mit einer Karte, eine Reisebeschreibung nebst Fotos sowie ganz am Ende unsere persönlichen Empfehlungen.

Schiffsname: Sinneskyn
Länge: 13,40 Meter
Vercharterer: Yachtcharter Wetterwille
Heimathafen: Teherne
Gesamtstrecke: ca. 218 km 

Samstag: Teherne –> Leeuwarden (36 km)
Sonntag: Leeuwarden –> Lauwersoog (48 km)
Montag: Lauwersoog –> Groningen (49 km)
Mittwoch: Groningen –> De Leien (46 km)
Donnerstag: De Leien –> Teherne (39 km)

Über Leeuwarden ans Wattenmeer

Ein Jahr nach unserem lehrreichen Törn bei starkem Wind an fernbedienten Brücken fuhren wir die gleiche Route – nur anders herum. Doch die erste Nacht verbrachten wir im Heimathafen von Wetterwille Yachtcharter in Teherne, weil wir fürchteten, die beweglichen Brücken vor dem Anleger im Zentrum Leeuwardens nicht vor der Schließung um 19:00 Uhr zu erreichen. Und so ließen wir uns die leckeren Spareribs im Café-Restaurant De Gouden Leeuw schmecken.

Am Samstagmorgen ging es dann endlich los. Und nach einer angenehmen und entspannten Fahrt erreichten wir nach etwa 36 Kilometer bereits um 14:30 Uhr den geplanten Anleger im Prinsentuin-Park von Leeuwarden. So hatten wir viel Zeit im samstäglichen Trubel durch das Stadtzentrum zu Bummeln, auf dem Markt eine Portion Kibbeling zu genießen und bei einer geführten Stadtrundfahrt Leeuwarden näher kennen zu lernen. Da wir von der Portion Kibbeling so satt waren, gingen wir an diesem Abend nicht auswärts essen, sondern verpflegten uns stattdessen auf unserem Boot mit einer zünftigen Brotzeit.

Wohin uns der Törn am Sonntag führen sollte war zuerst noch nicht klar, denn da wir über Dokkum bereits einiges positives gehört hatten, war hier ein Stop mit eventueller Übernachtung geplant. Allerdings wurden wir von der Hebebrücke in Burdaard gestoppt, denn diese war von 11:00 bis 13:00 Uhr aufgrund eines Wassersportereignisses gesperrt. Also tranken wir im Restaurant It Posthûs einen Irish-Coffee mit Blick auf die vorbeipaddelnden Sportler. Nach einer Strecke von ca. 23 km machten wir gegen 14:30 Uhr in der Baantjegracht in Dokkum fest. Wir spazierten in aller Ruhe durch das Zentrum Dokkums, aßen ein Eis und beschlossen unsere Fahrt fortzusetzen, denn so außergewöhnlich fanden wir dieses Städtchen nicht. Und so erreichten wir nach weiteren 25 Kilometern um 18:30 Uhr unser nächstes Planziel Lauwersoog. Hier ließen wir uns im Waddengenot aan Zee wieder leckeren Kibbeling mit Blick auf das Wattenmeer schmecken.

Der 3. Törn dieses Bootsurlaubs führte uns bei etwas Regen von Lauwersoog an Zoutkamp vorbei. Mit schwindendem Regen frischte der Wind etwas auf. Aber dank unserer letztjährigen Erfahrung wussten wir ja nun, wie wir an die Meldestellen der fernbedienten Brücken fahren müssen. Und so erreichten wir ganz entspannt um 16:00 Uhr Groningen.

Städtischer Trubel von Groningen und Natur pur

Aufgrund einer Sperrung der Berlagebrug konnten wir nicht in den zentral gelegenen Oosterhaven einlaufen. Daher machten wir für die nächsten zwei Nächte im Jachthaven Groningen Motorboot Club (GMC) fest. Auch wenn wir knappe 30 Minuten Fußweg ins Zentrum Groningens hinnehmen mussten, so lagen wir hier kostengünstig und sicher. Bei unserem ersten Fußmarsch in die Stadt entdeckten wir das „’t Pannekoekschip“. Da es am heutigen Montagabend geschlossen hatte war schnell klar, dass wir dort am nächsten Abend essen werden. Zu dem heutigen Abendessen gibt es leider nichts positives über das chinesische Restaurant Tong Ah zu berichten. Aber ein Highlight versüßte uns noch den Abend: Gegen 24:00 Uhr lief eine Grand Sturdy 500 AC Variotop in den Hafen ein und der Skipper bat an uns festzumachen, da kein Platz mehr im Hafen war. Natürlich waren wir damit einverstanden und bekamen vom Skipper noch eine Führung auf seinem Boot.

Am Dienstag war dann unser geplanter Landgangtag in Groningen. Wir schauten uns in aller Ruhe die Binnenstadt an und kehrten in das ein oder andere Café ein. Vor dem Abschluss machten wir noch letzte Besorgungen im Jumbo. Danach ging es auf direktem Weg zum Pannekoekschip. Hier überraschte uns die große Auswahl unterschiedlichster Pfannkuchen, ein niederländisches Nationalgericht. Auf der Speisekarte war für jeden Geschmack etwas zu finden und die in der offenen Küche frisch zubereiteten Pfannkuchen schmeckten vorzüglich. Das sehr freundliche Personal rundete den Abend in diesem Lokal positiv ab. Daher können wir jedem Besucher von Groningen das „’t Pannekoekschip“ wärmstens empfehlen! Der Abend fand einen ruhigen Ausklang an Bord unseres Bootes.

Unser vorletzter Urlaubstörn von Groningen startete aufgrund Reparatur der Oostersluis mit 2 Stunden Verspätung um 13:20 Uhr. Danach ging die Fahrt über den Prinses Margrietkanaal mit den Berufsschiffern zügig voran. Über das Burgumer Mar erreichten wir um 18:00 Uhr unser heutiges Ziel: einen Naturanleger im De Leien. Zum Abendessen wurden an Bord Nudeln mit gebratenen Krabben und Paprika aus der Pfanne. Mit dem Einbruch der Dunkelheit wurden auch die Scharen von Staren im Schilf ruhig und die Stille der Natur machte sich breit. Immer wieder sind wir von diesem Erlebnis fasziniert, kennen wir in unserem Alltag die Welt doch immer nur Geräuschvoll.

Am nächsten Morgen konnten wir noch ein Berufsschiff bei den Wartungsarbeiten an den Bojen beobachten. Und nachdem sich der Nebel aufgelöst hatte, starteten wir unseren letzten Törn vom Naturanleger im De Leien zurück zum Princess Margriet Kanal. Von dort fuhren wir bis Grou, wo wir Pause machen wollten. Doch da wir leider keinen freien Anleger fanden, fuhren wir kurzer Hand erneut an einen Naturanleger, jetzt im Peanster Ie. Nach einer gemütlichen Kaffeepause folgte die letzte Etappe nach Teherne in den Heimathafen von Wetterwille. Zum abschließenden Abendessen gingen wir wieder zum „De Gouden Leeuw“ in Teherne. Und dann war er schon wieder da – der letzte Abend mit anschließender Nacht auf dem Boot. Aber nach dem Urlaub ist bekannter Weise vor dem Urlaub – und so ist der nächste Bootsurlaub im Mai nächstes Jahr bereits geplant!

Der Urlaub in Bilder

Unsere Empfehlungen

Leeuwarden

Die bodenständigen Einwohner*innen von Leeuwarden waren es lange Zeit nicht gewohnt, dass ihre Stadt im Mittelpunkt steht. Mit der Ernennung zur europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2018 hat sich das geändert. Frei nach dem Motto: „Het is noait wat weest, maar het kan best wat wurde”. Dieser friesische Satz heißt auf Deutsch so viel wie „Es war nie etwas, aber es könnte durchaus etwas werden.“ Leeuwarden hat sich zu einer bekannten und beliebten Kulturstadt entwickelt, die den Norden der Niederlande hervorragend repräsentiert.

Leeuwarden gehört zu den berühmten „elf friesischen Städten“. Auf dich warten idyllische Grachten, bunte Einkaufsstraßen und gemütliche Cafés. Also alles, was man von einer niederländischen Stadt erwartet. Nur eine Sache ist anders! In Leeuwarden sprechen viele Einwohner*innen Frysk, die zweite Sprache der Niederlande. Die Stadt punktet außerdem mit ihrer küstennahen Lage. Das Wattenmeer liegt nur ca. 30 Autominuten vom Zentrum entfernt. Die Watteninsel sind zum Greifen nah. Was will man Meer?! Die Stadt im Norden der Niederlande gilt als Brutstätte für Kunst, Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Tradition. Es gibt viel zu entdecken und noch mehr zu lernen.

(https://www.holland.com/de/tourist/entdecke-die-niederlande/entdecke-stadte/leeuwarden)

‚t Pannekoekschip Groningen

Meine 5-Sterne-Bewertung:
Sehr leckere Pfannkuchen in vielen Geschmacksrichtungen. Das Pfannkuchenschiff kann ich nur empfehlen! Auch die Bedienung war sehr freundlich. Die Bestellung für 4 Personen kam trotz hoher Besucherzahl bereits nach etwa 15 Minuten. Nur die Klimaanlage hat den Gastraum für meinen Geschmack etwas zu kühl gemacht, wobei ich erwähnen sollte, dass ich fast direkt darunter gesessen habe. Die Preise sind abhängig vom Belag der Pfannkuchen mit 12 bis 17 EUR moderat günstig.

(http://www.pannekoekschip.nl)

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